Oder auch: Manu hat’s beim Entwickeln versaut. Na ja, nicht vollends, nur die Schlusswässerung war zu kurz und hat den Fixierer nicht vollständig ausgeschwemmt. Ergebnis war ein Filmstreifen, der mit weißen Ablagerungen übersäht war. Nicht kleine Pünktchen, fast die Hälfte war komplett weiß. Nach meinem ersten Schreikrampf konnte ich durch vorsichtiges Abwischen den Belag etwas entfernen, einige hartnäckige Flecken blieben aber. Oh, und als Bonus hatte meine Katze die Badezimmertür aufgerissen, als der Film noch nass war und die Handtücher hinter der Tür gegen den Film geschleudert. Ein wunderprächtiges Frotteemuster ziert die Negative noch zusätzlich.

Bis der Film trocken war, war ich wieder gelassen und die ersten Scans zauberten mir ein Lächeln auf die Lippen. Ich mag die Bilder exakt so, wie sie sind. Mit Pünktchen, Schlieren und allem drum und dran! Sie entstanden frühmorgens während eines nebligen Sonntagsspaziergangs und die „Fehler“ verstärken die Stimmung noch.

Ende gut, alles gut. Wer braucht denn schon Perfektion? :)


P.S.: Ich hatte beim Spaziergang meine Digitale als Belichtungsmesser dabei. Damit sind ein paar tolle Farbaufnahmen entstanden, die ich euch nächste Woche zeige.