Wundert ihr euch über die Überschrift? Inspiration erscheint mir oft un(be)greifbar; selten ist sie zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Wer schon einmal kreativ gearbeitet hat, wird das Dilemma kennen: Ihr sitzt da, starrt den Bildschirm an und nichts will euch einfallen. Jeder geht dieses Problem anders an, und heute möchte ich euch erzählen, was Inspiration – für mich – ist und wie sie mich findet.

Was ist Inspiration, woher kommt sie, wohin geht sie? Wenn wir zu den Wurzeln des Wortes zurückgehen, landen wir (wie so oft) beim Lateinischen. Inspiration stammt von „inspiratio“, das Beseelung, Einhauchen von Leben bedeutet. Die heutige Assoziation rührt von der Vorstellung, dass ein „göttliches Wesen“ den Künstlern ihre Ideen einhaucht.

Allerdings bedeutet Inspiration für mich auch dem Werk selbst eine Seele „einzuhauchen“. Nehmen wir das Beispiel der Fotografie: Fotografiere ich jemanden ohne jegliche Inspiration, wird es vermutlich ein hübsches Bild werden; den Betrachter wird es aber nur selten mitreißen können. Mir ging es vor knapp einem Jahr so; es wollte mir einfach nichts einfallen. Trotzdem habe ich einige Composings gemacht, die jedoch weder bei mir noch anderen besonders gut ankamen. Sie waren schön – keine Frage – aber es fehlte doch der gewisse Kick.

Ein derartiges „Tief“ kommt zum Glück nur selten vor; meistens fällt einem doch nur für den Moment nichts ein. Hier kommen dann die kleinen Inspirations- und Motivationshelfer ins Spiel: Musik, ein langer Spaziergang oder auch einfach in der Badewanne „abschalten“. Meine größte Inspirationsquelle sind und bleiben dennoch Bücher. Nicht nur das Geschriebene selbst liefert Ideen – nein, Lesen trainiert und regt die Fantasie an, wie kein Film es je könnte. Unzählige Ideen (z.B. Soul Tree) habe ich schon während des Lesens erhalten und später auch umgesetzt – ein Notizblock wirkt da übrigens Wunder!

Trotzdem ist auch Musik nicht zu verachten. Am Montag erst hatte sich Kwerfeldein mit dem Thema Musik und Bildbearbeitung beschäftigt und die Leser befragt, was sie denn so hören. Wie nicht anders zu erwarten, gab es ein großes Echo und selten wurden Künstler zweimal genannt. Manche lassen sich von der Melodie, andere vom Text inspirieren. So unterschiedlich der Musikgeschmack, so unterschiedlich scheint auch die Inspiration durch Musik.

Wie lasst ihr euch inspirieren? Macht ihr es vielleicht ganz anders? Ich freue mich auf eure Meinungen!

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blognection. Interessiert euch was andere zum Thema Inspiration denken? Dann schaut hier vorbei: Blognection auf Facebook