Manuela Unterbuchner – Fotografie & Bildbearbeitung

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Inspi­ra­tion – kann man das essen?

Wundert ihr euch über die Über­schrift? Inspi­ra­tion erscheint mir oft un(be)greifbar; selten ist sie zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Wer schon einmal kreativ gear­beitet hat, wird das Dilemma kennen: Ihr sitzt da, starrt den Bild­schirm an und nichts will euch einfallen. Jeder geht dieses Problem anders an, und heute möchte ich euch erzählen, was Inspi­ra­tion – für mich – ist und wie sie mich findet.

Was ist Inspi­ra­tion, woher kommt sie, wohin geht sie? Wenn wir zu den Wurzeln des Wortes zurück­gehen, landen wir (wie so oft) beim Latei­ni­schen. Inspi­ra­tion stammt von “inspi­ratio”, das Besee­lung, Einhau­chen von Leben bedeutet. Die heutige Asso­zia­tion rührt von der Vorstel­lung, dass ein “gött­li­ches Wesen” den Künst­lern ihre Ideen einhaucht.

Aller­dings bedeutet Inspi­ra­tion für mich auch dem Werk selbst eine Seele “einzu­hau­chen”. Nehmen wir das Beispiel der Foto­grafie: Foto­gra­fiere ich jemanden ohne jegliche Inspi­ra­tion, wird es vermut­lich ein hübsches Bild werden; den Betrachter wird es aber nur selten mitreißen können. Mir ging es vor knapp einem Jahr so; es wollte mir einfach nichts einfallen. Trotzdem habe ich einige Compo­sings gemacht, die jedoch weder bei mir noch anderen beson­ders gut ankamen. Sie waren schön – keine Frage – aber es fehlte doch der gewisse Kick.

Ein derar­tiges “Tief” kommt zum Glück nur selten vor; meis­tens fällt einem doch nur für den Moment nichts ein. Hier kommen dann die kleinen Inspi­ra­tions- und Moti­va­ti­ons­helfer ins Spiel: Musik, ein langer Spazier­gang oder auch einfach in der Bade­wanne “abschalten”. Meine größte Inspi­ra­ti­ons­quelle sind und bleiben dennoch Bücher. Nicht nur das Geschrie­bene selbst liefert Ideen – nein, Lesen trai­niert und regt die Fantasie an, wie kein Film es je könnte. Unzäh­lige Ideen (z.B. Soul Tree) habe ich schon während des Lesens erhalten und später auch umge­setzt – ein Notiz­block wirkt da übri­gens Wunder!

Trotzdem ist auch Musik nicht zu verachten. Am Montag erst hatte sich Kwer­feldein mit dem Thema Musik und Bild­be­ar­bei­tung beschäf­tigt und die Leser befragt, was sie denn so hören. Wie nicht anders zu erwarten, gab es ein großes Echo und selten wurden Künstler zweimal genannt. Manche lassen sich von der Melodie, andere vom Text inspi­rieren. So unter­schied­lich der Musik­ge­schmack, so unter­schied­lich scheint auch die Inspi­ra­tion durch Musik.

Wie lasst ihr euch inspi­rieren? Macht ihr es viel­leicht ganz anders? Ich freue mich auf eure Meinungen!

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blognec­tion. Inter­es­siert euch was andere zum Thema Inspi­ra­tion denken? Dann schaut hier vorbei: Blognec­tion auf Facebook

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