Nach über 10 Jahren ohne Urlaub abseits von Balkonien und 16 Jahren ohne Urlaub am Meer, war es im Mai endlich soweit: eine Woche Mallorca! Ich weiß, das klingt so banal – kommt einem doch als Erstes der Ballermann und Massentourismus in den Sinn. Aber ich habe mich eines Besseren belehren lassen.

Mallorca bietet den perfekten Mix: Zauberhafte kleine Buchten mit Sandstrand an der Ostküste, das Gebirge „Serra de Tramuntana“ im Nordwesten, winzige Dörfchen mit ländlichem Charme und wenn einem doch einmal nach Städtetour ist, ist da ja auch noch Palma de Mallorca, das genauso zu begeistern weiß.

In einer Woche konnten wir natürlich bei weitem nicht alles sehen, die Westküste blieb dieses Jahr noch außen vor. Aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub; nächstes Jahr ist schon fest eingeplant und dann werden es hoffentlich zwei Wochen!

Ich bin irrsinnig froh, dass wir einen Mietwagen gebucht hatten. So konnten wir die Insel frei erkunden und unternehmen, wozu wir auch Lust hatten. Ausnahme blieb die Inselrundfahrt mit Bus, Zug und Tram (Cala D’Or → Sa Calobra →  Port de Sóller → Sóller  → Palma), die wir über einen örtlichen Anbieter gebucht hatten. Ein Fehler wie sich herausstellte, denn es war die Touristenhölle schlechthin. Dani und ich senkten den Altersdurchschnitt auf gefühlte 120! Nächstes Jahr machen wir den Trip alleine mit dem Mietwagen, auch wenn es im Gebirge abenteuerlich werden wird.

Insgesamt fuhren und liefen wir stattliche 700 km in einer Woche. Dabei wurden wir große Fans der kleine Städte und Dörfer, von Artá (wo übrigens einen hervorragenden Erdbeerbecher gibt) über Ses Salines und Santanyí (ich liebe den Bauernmarkt). Wahrscheinlich sind wir schon komisch aufgefallen, ob der „Ahs“ und „Ohs“ bei jedem kleinen Häuschen und Innenhof. :)

Ein absolutes Highlight war der Sonnenuntergang am Cap Ses Salines mit Blick auf die Insel Cabrera. Den felsigen Naturstrand hatten wir fast völlig für uns alleine, sehr romantisch!

Last but not least verbrachten wir noch zwei Tage in Palma, da es sich super mit unserem späten Rückflug vereinbaren ließ. Wie in jeder Großstadt gibt es schöne Ecken – kleine Gässchen, wunderschön bepflanzte Balkone und liebevoll eingerichtete Innenhöfe –  und weniger schöne Ecken. Bausünden sind auch Palma nicht fremd. Und auf die Touristen-Abzocker, die an der Kathedrale La Seu ihre Handtaschen feilbieten, hätte ich auch verzichten können. Ein Rätsel, warum die Regierung das duldet. Aber insgesamt eine sehr schöne Stadt, die viel zu bieten hat, wenn man sich abseits der ausgetretenen Pfade begibt.

Aufgrund der Menge an Bildern, die in einer Woche zusammenkam, teile ich sie lieber in zwei Posts auf. Heute gibts die Fotos von unseren ersten Tagen in Artá, Capdepera und der Bootstour entlang der Ostküste. Teil 2 folgt gleich!